Gut gerüstet …

… oder was alles unter Bogu fällt

Kendo ist ein Vollkontakt-Sport. Das heißt, jeder Schlag wird nicht gestoppt, sondern direkt getroffen. Das erfordert einen Schutz, und den soll die Rüstung bieten.

Die Kendo-Rüstung ist im wesentlichen den alten Samurai-Rüstungen nachempfunden. Sie besteht aus vier Elementen:

Men

1. Der Men schützt den Kopf,die Haupttrefferstelle im Kendo. Richtig ausgeführt, landet der Schlag auf dem Metallbereich des Men. Unter dem Kinn-Bereich befindet sich der Tsuki-Tare, die Trefferstelle für den einzigen Stich im Kendo zur Kehle.

Kote

 

 

 

2. Die Kote, die Handschützer, sind weitere wichtige Trefferstellen. In der Regel wird der rechte Kote des Gegners anvisiert und geschlagen. Der Kote besteht aus dicht gestepptem Baumvollstoff. Die Grifffläche ist – je nach Qualität – mit Ziegen – oder Hirschleder genäht.

Do

 

 

 

3. Der Do oder Brustpanzer ist ebenfalls eine Trefferstelle, die für Punkte sorgen kann. Prinzipiell können beiden seitlichen Do-Trefferflächen geschlagen werden – gerade für Anfänger ist jedoch die rechte Seite des Gegners üblicher. Der Do besteht aus Fiberglas. Bessere Modelle sind mit Bambus-Streben hinterlegt und mit lackiertem Leder belegt.

Tare

4. Der Tare ist der Unterleibsschutz. Er soll vor abrutschenden Schlägen schützen, denn der Unterleib ist ausdrücklich keine Trefferfläche.